Rezension von "Edith" von Christian Cooke

"Edith", britischer Schauspieler Christian Cookes Feuertaufe in Bezug auf die Regie, ist ein visuell atemberaubendes Meisterwerk, das seinen ersten Festivalbogen beim BAFTA-Qualifying Cambridge Film Festival hatte.

Geschrieben von Ray Robinson, der auch das Drehbuch zu Bryn Higgins 'Film "Electricity" (2014) geschrieben hat, der auf Robinsons Bestseller-Roman von 2006 basiert, untersucht der Kurzfilm das Leben von Jake, einem älteren Mann, der mit dem Tod seiner Frau fertig wird. Edith. Jake glaubt, dass seine tote Frau ihn nicht nur verfolgt, sondern dass sie in seine Seele sehen kann ...

Cooke entwirft ein Porträt eines Mannes, der sich nicht mit erhabener Zartheit, Mitgefühl und visueller Kreativität lösen kann. Sein Verständnis von Jakes Schmerz ist während des gesamten Films spürbar und hilft ihm dabei, es so kraftvoll auf dem Bildschirm zu vermitteln. Dabei wird er geschickt unterstützt von nuancierten Auftritten von erfahrenen Schauspielern wie Peter Mullan (bekannt für seine Rolle in Spielbergs "War Horse") und Michelle Fairley (jetzt noch berüchtigter dank HBOs Hit "Game of Thrones") sowie Si Bell's atemberaubendes scharfes Lensing der düsteren und kalten Szenerie und Nahaufnahmen, die die Emotionen und das Seherlebnis intensivieren. In der Tat, dank Bells bildhaftem Auge, breitet Cooke meisterhaft in seinem Rahmen eine Palette von Farben aus, die ein schönes Spiel von Helldunkel bietet. Von Anfang bis Ende genießt und staunt der Betrachter über wunderschöne Landschaftsaufnahmen, die Jakes Sensationen sowie die Winterkälte der wunderschönen kargen Landschaften der Gegend von New Castle bis Bamburgh, die für dramatische Kraft und Wildnis sorgen, perfekt vermitteln. Das nördliche Moorgebiet ist hier ein eigenständiger Charakter.

Spukende Erinnerungen werden elegant festgehalten, ebenso wie das eindringliche Erbe von Jakes lebenslanger Schuldgefühle über die Legitimität ihres Sohnes, eines Sohnes, den er liebte und den er selbst erzogen hatte. Gemeinsam artikulieren Cooke, Bell und Mullan sensibel und geschickt Jakes Weg der Liebe, des Verlusts und des Bedauerns und vermitteln, wie er mit diesen Gefühlen in stiller Würde umgeht. Obwohl Edith ihn betrogen hat, hat er nie aufgehört, sie zu lieben und in gewisser Weise macht er sich Vorwürfe, dass er ihr kein Kind geben konnte und wir fühlen Jakes Schmerz. Die knappen Dialoge und Richard J. Birkins bewegende Partitur helfen Cooke bei seiner Entscheidung, sich auf die Details zu konzentrieren (Ehering, Ediths Nachthemd und das Honigglas), denn sie sprechen für seinen Protagonisten und seine Vergangenheit / Geschichte. Nicht zuletzt begleitet Tom Hughes 'Original Song "Do not Look Down" den Abspann.

"Edith" ist eine lyrische, intensive und persönliche Interpretation dessen, wie wir die Kraft finden, mit Trauer umzugehen und daraus hervorzugehen. Dieses filmische Kunstwerk auf vielen Ebenen ist ein Muss für jeden Liebhaber des Kurzfilms und der außergewöhnlichen Regie und faszinierenden Kinematografie.

 

Produktion: Mini Productions, Mint Bilder (UK 2016)

Ausführende Produzenten: Fiona Neilson, Declan Reddington, Matt Whitecross und A. John A. Bryan Jr.

Produzenten: Christian Cooke, Sara Huxley und April Kelley

Assistent Produzent: Sórcha Bradford

Assoziierter Produzent: David Stead

Direktor: Christian Cooke

Drehbuch: Ray Robinson

Kinematographie: Si Glocke

Musik: Richard J. Birkin

Produktdesign: Felicity Hickman

Kostümdesign: Clementine Nächstenliebe

Bearbeitung: Marc Richardson

Besetzung: Michelle Fairley, Peter Mullan, Elliott Tittenor, Sai Bennett, Robyn Malcolm, Alex Jordan, Catherine McDonough

Farbe - 20 Minuten.

Premiere: 21.10.2016 (Cambridge Film Festival)